USB, WiFi, Mobilfunk, Satellit, Bluetooth oder RFID - Welche Verbindungsart ist die richtige für meine Transportüberwachung?

19.02.2020 15:59

Die Transportüberwachung ist einer der wichtigsten Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um Transportschäden langfristig zu reduzieren. Durch effizientes Tracking können Supply Chain Manager schnell Probleme erkennen und Abschnitte in der Transportkette ausmachen, an denen Produkte besonders anfällig für Beschädigungen sind. Eine wichtige Frage, die sich Transportmanager bei der Wahl eines Überwachungssystems stellen müssen, ist die Frage, nach der richtigen Verbindungsart, die sie zur Überwachung und Datenauswertung des Transports einsetzen wollen.

Es gibt eine Vielzahl von Verbindungsmöglichkeiten, darunter USB, WiFi, Mobilfunk, Satellit, Bluetooth und RFID-Tracking. Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen und welche Verbindungsart ist die jeweilige richtige für mein Unternehmen?

In unserem Blog-Artikel erklären wir Ihnen die verschiedenen Verbindungsoptionen und zeigen Ihnen Situationen, in denen die eine, mal die andere Variante die bessere Lösung für den Einsatz ist.

USB

USB-Datenrecorder sind eine gute Lösung für Unternehmen, die Probleme in ihrer Logistik und ihrer Transportkette haben und den Ursachen auf den Grund gehen möchten. Wer sich bei der Wahl für einen USB-Datenlogger entscheidet, erhält ein preisgünstiges und einfach einzurichtendes Trackingsystem, mit dem Temperatur-, Stoß- und Vibrationsdaten und andere Umweltdaten erfasst werden können. So lässt sich einfach analysieren, wo und wann Probleme in der Lieferkette und während des Transports auftreten. Die Daten können nach dem Versand sehr einfach ausgewertet und so Änderungen für den nächsten Transport vorgenommen werden. Für die Echtzeitüberwachung von Transporten eignen sich USB-Datenlogger nicht.

WiFi

Ein Trackingsystem mit WiFi-Konnektivität (WLAN) kann eine gute Option für Unternehmen sein, die Umgebungsdaten in einem lokalen Bereich überwachen müssen. Sie sind ideal für den Einsatz im stationären Betrieb, wie beispielweise in der Lagerhaltung. Wifi-Geräte sind beispielsweise eine gute Lösung zur Überwachung eines Zwischenlagers, wenn bereits eine Internetverbindung vorhanden ist. So können Probleme während der Lagerung sicher erkannt und entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden. Solange eine Internetverbindung besteht, haben Supply Chain Manager immer den Überblick, wie es um die Umgebungsbedingungen ihres Warenversandes bestellt ist. Für die Überwachung der gesamten Lieferkette eignen sich WiFi-Lösungen weniger, denn nicht immer ist garantiert, dass während des Transports eine Internetverbindung besteht. Mit WiFi-Überwachungsgeräten werden zum Beispiel Vibrationen und Temperaturen ußerhalb eines akzeptablen Bereichs gemessen und aufgezeichnet.

Mobilfunk (GPRS)

Für Unternehmen, die ihr Produkt über den gesamten Transport hinweg überwachen wollen, ist eine Mobilfunkverbindung die beste Option. Mit einer Mobilfunkverbindung können rund um die Uhr von jedem Ort der Welt aus auf Transportdaten zugegriffen werden. Per Mobilfunk können beispielsweise Packstücke, Container, Ladungsträger und Paletten während des Transports überwacht werden. Durch die Echtzeitüberwachung sind Lieferketten-Manager in der Lage, sofort Probleme zu beheben und beschädigte Sendungen zu stoppen, bevor sie ihr Ziel erreichen. So können Unternehmen beträchtliche Geldbeträge sparen, indem sie Schäden bereits vor dem Eintreffen der Sendungen beim Kunden beheben und die Lieferketten optimieren, damit sie in Zukunft nicht mehr auftreten.

Satellit

Eine weitere globale Option für die Transportüberwachung ist per Satellit. Die Satellitenverbindung kann Sendungen in Echtzeit rund um den Globus verfolgen und exakte Datenberichte liefern. So können inakzeptable Transportzustände erkannt werden und gibt Supply Chain Managern die Möglichkeit, rechtzeitig einzugreifen, bevor die Warensendung beschädigt beim Kunden ankommt. Die Satellitenkommunikation erfordert eine Sichtverbindung mit dem Satelliten, sodass Verbindungsschwierigkeiten auftreten können, wenn Sendungen z. B. durch einen Tunnel in den Bergen transportiert werden müssen. Allerdings erreicht die Satellitenverbindung auch weit entfernte Ecken der Welt, in denen möglicherweise nicht immer eine Mobilfunkverbindung vorhanden ist. Wer regelmäßig in ländlichen oder netzfernen Umgebungen unterwegs ist, dem bietet die Satellitenverbindung eine gute Option, um Lieferketten in Echtzeit zu überwachen.

Bluetooth

Bluetooth ist ein drahtloses Kommunikationsprotokoll, das die Gerätekommunikation innerhalb einer kurzen Entfernung ermöglicht. Bluetooth kann für die lokale Überwachung verwendet werden. Im Gegensatz zu WiFi sind Bluetooth-Geräte auch außerhalb des eigenen Netzwerks nutzbar. Durch die drahtlose Datenübertragung können mit einem bluetoothfähigen Telefon oder Tablet bequem Daten gesammelt und gespeichert werden. Bluetoothfähige Überwachungssysteme lassen sich problemlos an Verpackungen anbringen und übertragen Daten über drahtlose Verbindungen. Mit Bluetooth-Monitoren sind beispielsweise die Überwachung der Luftfeuchtigkeit in Transformatoren und anderen elektronischen Geräten, die Umgebungsbedingungen von Leihgeräten und die Erkennung von Feuchtigkeit und Stoßbelastungen, z.B. beim Transport von Möbeln und Autoteilen möglich.

RFID (Radio Frequency Identification)

Eine weitere Verbindungsoption ist RFID. Typische RFID-Tracking-Systeme bestehen aus einem Transponder, der einen kennzeichnenden Code enthält und einem Lesegerät zum Auslesen der Kennung. RFID kann als einen robusteren Ersatz für Barcodes angesehen werden. Mit RFID-Geräten können waren lokalisiert und die Umgebungsbedingungen verfolgt werden - beispielsweise im Lager oder während des Transports. Wenn Bedingungen eintreten, die Schäden am Produkt verursachen könnten, lösen RFID-Geräte Alarm aus. RFID-Lösungen können problemlos in ein bestehendes ERP-System integriert werden und sorgen so für noch mehr Transparenz innerhalb der Lieferkette.

Die RFID-Verbindungen werden häufig für die Bestands- und Anlagenverfolgung und -überwachung verwendet. Möbel, Glas, Elektronik und Lebensmittel sind einige Artikel, die mit RFID überwacht werden können. Ein sehr stark wachsender Markt für die RFID-Nutzung findet sich in der pharmazeutischen Industrie.

Auswahl der richtigen Verbindung

Die Nutzung von Tracking-Systemen kann Unternehmen viel Geld und Zeit sparen. Bei der richtigen Wahl der Verbindungen sollten Supply Chain Manager zunächst Ihre Lieferkette analysieren und feststellen, wo und in welchem Abschnitt der Lieferkette Produkte besonders anfällig für Schäden sind. Zudem sollten sich Transportmanager die Frage stellen, welche Daten sie brauchen und ob der Transport nur in einem bestimmten Abschnitt oder über die die gesamte Lieferkette hinweg überwacht werden soll? Nur mit der richtigen Analyse der Transportkette und den daraus ableitenden Anforderungen lässt sich für Unternehmen die Frage beantworten, welche Verbindungart die richtige für die jeweilige Lieferkette ist. Eine ausführliche Beratung bei einem Hersteller oder Händler ist ebenso empfehlenswert, um Fehlkäufe zu vermeiden und ein Monitoringgerät zu erhalten, das den jeweiligen Produkt- und Transportanforderungen entspricht.


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