Stöße, Vibrationen und Neigungen: Mit welchem Monitoringsystem schütze ich mein Warentransport am besten?

04.03.2020 14:15

Wenn zerbrechliche Ladungen in Lagerhäusern deponiert, in Container verladen oder für die Lieferung auf LkW umgeladen werden, sind sie immer potenziellen Gefahren ausgesetzt. Stöße, Neigungen, Vibrationen und Temperaturschwankungen können schnell zu Beschädigungen führen und die Waren für den Verkauf unbrauchbar machen. Supply Chain Manager stehen immer vor der Frage, wie sie solchen Gefahren begegnen und Produkte ausreichend schützen?

Trackingsysteme zur Transportüberwachung sind hier die perfekte Lösung und sind leicht in eine bestehende Transportkette einzubinden. Doch welches System eignet sich am besten zur Überwachung meiner Lieferkette und worauf sollte man bei der Auswahl besonders achten? Wir erklären Ihnen in unserem neuen Blog-Artikel die verschiedenen Systeme und geben Tipps zur richtigen Entscheidung.

Sensoren: Datenlogger oder Indikatoren?

Monitoringsysteme gibt es in vielen Ausführungen und mit unterschiedlichen technischen Funktionen. Bei der Wahl des richtigen Systems müssen Logistikleiter entscheiden, ob sie zunächst einen Datenlogger oder einen Indikator in ihrer Lieferkette einsetzen möchten. Beide Systeme zählen zu den Sensoren, die auf Stoß-, Kipp und Temperaturen reagieren und Grenzüber- bzw. Unterschreitungen sicher anzeigen. In ihrer Funktionsweise sind sie dennoch unterschiedlich und kommen bei verschiedenen Produkt- und Transportanforderungen zum Einsatz.

Monitore (Datenlogger)

Datenlogger können Schockereignisse während des Transports über eine oder mehrere Achsen messen. Dabei zeichnen Monitore kontinuierlich kritische Ereignisse auf und können mit benutzerdefinierten Parametern eingestellt werden. Die Kommunikation erfolgt wahlweise über Satellit, Mobilfunk, Bluetooth, USB und RFID. Sie eignen sich gut für den Einsatz zur Überwachung von Warentransporten, können aber auch bei der Zwischenlagerung oder zur Kontrolle von Geräten genutzt werden: Schäden durch Stöße und Vibrationen sind beispielsweise während des Betriebs von Geräten, Maschinen und Anlagen eine sehr große Gefahr. So können Kavitationen zu schweren Schäden an Pumpen und Propellern führen, Stöße Probleme in Kühlsystemen auslösen und Vibrationen sogar Bergbau- und Bohrgeräte beschädigen. Durch die Installation eines Datenloggers können Supply Chain Manager vor diesen drohenden Schäden gewarnt werden und rechtzeitig schützende Maßnahmen ergreifen - um Produkt- bzw. Geräteschäden langfristig zu verhindern.

Stoßindikatoren

Natürlich muss nicht jedes Paket ständig überwacht werden. Manchmal, wie bei Unterhaltungselektronik oder bei bestimmten Arzneimitteln, reichen auch Go/No-Go-Indikatoren aus. Diese Indikatoren ändern ihre Farbe, wenn zum Beispiel Stöße oberhalb bestimmter Grenzwerte erfolgen. Warenempfänger sind so gewarnt, die erhaltene Ware auf eventuelle verdeckte Schäden zu untersuchen. Indikatoren sind die einfachste und schnellste Lösung, um Produkte vor Schäden zu schützen bzw. rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dabei sammeln Indikatoren keine Daten, sondern bieten ausschließlich visuelle Reaktionen und zeigen schnell und einfach kritische Ereignisse an. Hinzu kommt der psychologische Effekt: Statistiken zeigen, dass Güter während des Transports sorgsamer behandelt werden, wenn an der Verpackung oder Palette ein Indikator angebracht ist.

Kipp-Indikatoren

Duschtüren, Windschutzscheiben und Glasplatten sind empfindliche Produkte. Wenn sie schräg gelagert werden – zum Beispiel während des Transport -, können sie leicht beschädigt werden. Auch Kühl- und Schaltschränke und andere Geräte reagieren empfindlich auf bestimmte Neigungswinkel. Mit Kipp-Indikatoren können diese Schäden verhindert werden, indem sie ein visuelles Signal geben, wenn ein bestimmter Neigungswinkel erreicht ist, der zu Schäden führen kann. Kippindikatoren ermöglichen auch, Waren auf Schäden zu überprüfen, bevor eine Lieferung angenommen wird. Auch bei der Bewertung und Optimierung von Lieferketten helfen Kipp-Indikatoren, indem mit ihrer Hilfe ausgewertet werden kann, wie stark Kippungen zwischen verschiedenen Versandmethoden variieren.

Welche Auswirkungen haben Stöße?

Waren sind normalerweise während des Transports am anfälligsten für Schäden. Während dieser Zeit werden sie verladen, zwischengelagert und auf andere Transportmittel verfrachtet. Alle diese Situationen bergen Gefahren für zu transportierend Produkte. Bestimmte Stöße können zwar einkalkuliert werden, aber wenn die einwirkende Kraft gewisse Grenzwerte überschreitet, drohen schwerwiegende Schäden an Produkten und Waren. Stoßdatenlogger, wie beispielsweise der ShockLog 298 vom Hersteller SpotSee, zeichnen diese kritischen Ereignisse auf und messen ihre maximale Kraft, die Dauer und die Richtung der Krafteinwirkung. Der Vorteil: Transportmanager können besser einschätzen, was tatsächlich passiert ist, wie groß der Schaden wahrscheinlich ist und eine Überprüfung der Ware vornehmen, bevor sie zum Kunden ausgeliefert wird.

Stoßdatenlogger

Stoßmonitore sorgen für eine größere Transparenz in Lieferketten und im gesamten Logistiknetzwerk. Jede Behandlung und jede Transportumgebung wird aufgezeichnet und liefert verantwortlichen Transportmanagern Daten zur Überprüfung ihrer Transportkette. Zu den wichtigen Funktionen, die Stoßmonitore bieten, gehört GPS. Mit der exakten Positionsermittlung kann nachvollzogen werden, wo sich kritische Situationen ereignet haben, um damit langfristig die Lieferkette zu optimieren. Stoßmonitore können zusätzlich mit Temperatur-, Feuchtigkeits- und einem Drucksensor ausgestattet sein und bieten sich für spezielle Überwachungen an - beispielsweise zur Kontrolle von Seefrachttransporten. Für die Echtzeitüberwachung und überall dort, wo Satellitendienste verfügbar sind, eignen sich Module mit Satellitenfunktionen für den Einsatz. Der Vorteil: Bei Überschreitung von Grenzwerten erhalten Supply Chain Manager Warnmeldungen in Echtzeit und können schnell Maßnahmen ergreifen, um weitere Schäden zu verhindern.

Schwingungsüberwachung für Geräte und Transportkisten

Datenlogger zur Vibrationsüberwachung sind ideal zur Kontrolle von stationären Objekten und werden normalerweise nicht in Lieferketten, sondern an Geräten eingesetzt. Während der Einrichtung werden die Vibrationsmonitore auf die Standardbetriebsschwingung des Gerätes eingestellt. Nur so können sie eine konstante Überwachung gewährleisten und Warnmeldungen geben, wenn die Vibrationen über einen bestimmten Grenzwert hinaus ansteigen oder abfallen. Zu den üblichen Anwendungen gehören beispielsweise Öl- und Gasbohranlagen, Bergbausilos und Anlagen für Zuschlagstoffe. Vibrationstracker können auch zur Messung von Rohrleitungsvibrationen verwendet werden, um den Zustand der Pumpe zu verfolgen. Durch die Nutzung von Vibrationsüberwachungsgeräten fallen weniger Ausfallzeiten an, entstehen geringere Wartungskosten und sorgen so für eine längere Lebensdauer teurer und empfindlicher Maschinen.

Die richtige Wahl treffen

Indikatoren und Datenlogger zur Überwachung von Stößen, Neigungen, Temperaturen, Feuchte und Vibrationen bieten viele Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Transportkette. Je nach Wahl des Sensors bieten Sie Ihnen einen detaillierten Einblick in Ihre Lieferkette und Sie erhalten genaue Daten, was während eines Transports geschieht, um in Fall der Fälle rechtzeitig eingreifen zu können, um Produktschäden zu vermeiden.

Trackingsysteme helfen, ihre Lieferkette zu optimieren und wichtige Anlagen und Geräte zu überwachen. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern reduzieren auch Ihre Ausfallzeiten und vermeiden Schäden an Ihren Produkten während des Transportes. Bei der Wahl der richtigen Lösung, die Ihren jeweiligen Waren und Transportanforderungen entsprechen, bieten wir Ihnen gerne eine kostenlose Beratung an.


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