Wie Sie mit Datenloggern für einen sicheren Lebensmittel-Transport in Ihrer Kühlkette sorgen.

11.03.2020 09:08

Tägliche werden Milliarden von Waren über den Erdball transportiert und versendet. Bei vielen Gütern reicht es aus, sie einfach auf ein LKW oder Schiff zu verfrachten und zum nächsten Ort zu transportieren. Anders sieht es bei Gemüse, Obst und Fischprodukten aus. Diese sensiblen Produkte müssen während des Transports ständig kontrolliert werden, damit sie unterwegs nicht verderben und somit nicht mehr für den Verkauf geeignet sind.

Immer mehr Unternehmen setzen bei solchen Transporten auf intelligente Tracking- und Monitoringsysteme. Transporttracker kontrollieren die Einhaltung vorgeschriebener Bedingungen und zuverlässig Umgebungsbedingungen und Temperaturen während des Transportes. Bei einem Lebensmitteltransport können Trackingsysteme zum Beispiel verhindern, dass die vorgeschriebene Kühlung während des Transports unbemerkt ausfällt oder nachlässt und Lebensmittel kritischen Bedingungen ausgesetzt sind. Dafür messen und protokollieren die intelligenten Überwachungssysteme die Temperatur und geben Alarm, wenn bestimmte Grenzwerte über- oder unterschritten werden. Mit unterschiedlichen Kommunikationssystemen ausgestattet – zum Beispiel mit Mobilfunk und dazugehöriger Cloud -, sorgen die intelligenten Tracking-Logger mit Temperatursensoren, dass Messwerte in Echtzeit übertragen werden und Logistikmanager bei kritischen Situationen sofort Gegenmaßnahmen ergreifen können.

EU-Verordnung fordert Verfolgbarkeit

Dass immer mehr Lebensmittelunternehmen zu Trackingsystemen greifen, ist auch auf die EU-Verordnung HACCP (Hazard Analysis Control Poin) zurückzuführen. Seit dem Erlass müssen Lebensmittelproduzenten die lückenlose Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte gewährleisten - von der Herstellung über den Transport bis hin zum Groß- und Einzelhandel. So soll die Transparenz in der Kühlkette erhöht und die Risiken durch verdorbene Lebensmittel für Verbraucher minimiert werden. So ist zum Beispiel vorschieben, dass Tiefkühlkost bei einer Temperatur von minus 18 Grad transportiert werden muss, und die Temperatur darf während der gesamten Transport- und Lagerzeit nicht überschritten werden - bis die Tiefkühlware im Supermarkt in der Gefrierbox ankommt.

Doch auch bei frischem Obst und Gemüse sind die richtigen Transportbedingungen entscheidend. Wenn zum Beispiel ein elektronischer Sensor bei einem Transport auf einem LkW eine drohende Überreife der Gemüselieferung feststellt, liefert das dem Händler wichtige Informationen, dass er die Ware schnell verkaufen sollte und sie nicht mehr weiter transportieren darf. So helfen Monitoringsysteme, dass Lebensmittelunternehmen notwendige Daten erhalten, um richtige Entscheidungen treffen zu können und so Kosten zu sparen.

Kühlkette muss eingehalten werden

Besonders beim Versand und Transport von Lebensmitteln ist eine zuverlässige Überwachung der Kühltemperatur einzuhalten. Wird die Kühlkette unterbrochen, drohen durch Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben hohe Folgekosten. Diese können durch eine vorausschauende Planung und der Nutzung von Trackingsystemen vermieden werden. Als zu empfehlendes Monitoring-Tool hat sich dabei der SpotBot Cellular erwiesen. Der handliche Datenlogger vom Hersteller SpotSee löst bei einer Über- oder Unterschreitung der eingestellten Grenzwerte Alarm aus und sendet direkt vom Transportfahrzeug via Mobilfunk (3G) ein Signal an die Cloud, die wiederum per E-Mail den Transportmanager informiert. Viele Lebensmittelunternehmen setzen das handliche System bereits in ihrer Kühlkette ein. Auch andere Hersteller bieten passende Trackingsysteme für unterschiedlichste Transportanwendungen an. Als empfehlenswerter Einweg-Tracking-Logger zur Temperaturüberwachung hat sich zum Beispiel der Tempmate GS bewiesen. Dabei registrieren und melden die intelligenten Transportbegleiter nicht nur das Überschreiten von Grenzwerten, sondern protokollieren auch den Standort, wo innerhalb der Logistikkette das Problem aufgetreten ist - etwa beim Ausfall der Kühlung während eines LKW-Transportes.

Monitoringsysteme in der Pharmaindustrie

Doch die Lebensmittelindustrie ist nicht die einzige Branche, die bereits verstärkt auf intelligente Trackingsysteme setzt: Auch in der Pharmabranche - in der die gesetzlichen Anforderungen noch strenger sind – haben sich die Transporttracker bereits etabliert. Beispielweise, wenn es darum geht, die korrekten Lager- und Lieferbedingungen tiefgekühlter Medikamente zu überwachen und nachzuweisen, sind Temperaturdatenlogger für viele Transportlogistiker der Pharmaindustrie die erste Wahl.

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